Sonntag, 19. Juli 2026
Verkauf der Hildegardskirche abgeschlossen
Die Pfarrei Heiliger Ingobertus gibt bekannt, dass die profanierte Hildegardskirche in St. Ingbert an die Firma Creva aus St. Ingbert veräußert wurde. Der entsprechende Kaufvertrag wurde unterzeichnet und von der Kirchenaufsicht genehmigt. Über den Kaufpreis sowie über Einzelheiten der künftigen Nutzung wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.
Der Verkauf der Hildegardskirche ist Teil eines längerfristigen Strukturprozesses der Pfarrei. Die Zahl der Gläubigen nimmt seit Jahren ab; damit verändern sich auch die pastoralen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen. Zugleich belastet die Unterhaltung zahlreicher, teils großer und alter kirchlicher Gebäude die Pfarrei erheblich. Vor diesem Hintergrund war die Entscheidung zum Verkauf schmerzhaft, aber nach sorgfältiger Abwägung leider unumgänglich.
„Kirche“ ist ihrem Wesen nach nicht zuerst die Unterhaltung von Gebäuden. Kirchengebäude hatten und haben einen hohen sakralen, geschichtlichen und emotionalen Wert. Sie dienten über Jahrzehnte dem Zweck, dass sich die Gemeinschaft der Gläubigen vor Ort versammeln, Gottesdienst feiern, Glauben leben und Gemeinschaft erfahren konnte. Wenn dieser Bedarf an mehreren großen kirchlichen Versammlungsstätten nicht mehr in gleicher Weise besteht, muss die Pfarrei ihre Ressourcen so ordnen, dass sie ihre eigentlichen geistlichen, seelsorglichen und caritativen Aufgaben auch in Zukunft erfüllen kann.
Die Hildegardskirche wurde in den Jahren 1928/1929 errichtet und war über viele Jahrzehnte ein wichtiger Ort des Gemeindelebens in St. Ingbert. Neben Gottesdiensten fanden dort zahlreiche Begegnungen, Veranstaltungen und Initiativen statt, die das kirchliche Leben vor Ort geprägt haben. Viele Menschen verbinden mit dieser Kirche persönliche Erinnerungen: Taufen, Erstkommunionen, Trauungen, Beerdigungen, Festgottesdienste und stille Momente des Gebets.
Im Vorfeld des Verkaufs wurde die Kirche im Juni 2025 durch Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in einem würdigen liturgischen Rahmen profaniert. Mit diesem Akt wurde das Gebäude offiziell seiner sakralen Bestimmung entzogen. Die Pfarrei dankt allen, die diesen Abschied mitgestaltet haben, sowie allen Menschen, die die Hildegardskirche über viele Jahrzehnte mit Leben erfüllt haben.
Die Pfarrei Heiliger Ingobertus ist sich bewusst, dass Kirchengebäude nicht nur für die jeweilige Gemeinde, sondern auch für das städtische Leben, das Ortsbild und die Stadtentwicklung Bedeutung haben. Deshalb wurden mögliche Entwicklungsperspektiven mit großer Sorgfalt geprüft. Die Pfarrei ist froh, mit der Creva einen kompetenten St. Ingberter Partner gefunden zu haben, der die örtlichen Gegebenheiten kennt und sich der Entwicklung der Stadt St. Ingbert verbunden fühlt.
Derzeit berät der Verwaltungsrat gemeinsam mit der Diözesankonservatorin des Bischöflichen Denkmalamtes sowie einer Kunsthistorikerin über den zukünftigen Verbleib der Kunstgegenstände der Hildegardskirche. Ziel ist ein würdiger, fachlich verantworteter Umgang mit den sakralen und künstlerischen Ausstattungsstücken.
Die Pfarrei Heiliger Ingobertus blickt dankbar auf die Geschichte der Hildegardskirche zurück und zugleich mit Zuversicht nach vorne. Der Abschied von einem Kirchengebäude ist schwer. Er eröffnet aber auch die Möglichkeit, die kirchliche Arbeit in St. Ingbert auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und die pastoralen Angebote der Pfarrei langfristig zu sichern.
Diese Meldung und weitere Nachrichten von Pfarrei Hl. Ingobertus
finden Sie auf folgender Internetseite: www.heiliger-ingobertus.de






























































































