Deidesheim
Pfarrei Hl. Michael

Dienstag, 23. Dezember 2025

Sternsingeraktion 2026

Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit Die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit steht im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2026.

Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Allein bei der Aktion 2019 kamen über 50 Millionen Euro an Spenden zusammen.

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden.  
Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel. 

Termine in unserer Pfarrei:

  • Neujahr, 01.01.2026, 18:00 Uhr, Niederkirchen, St. Martin
    Aussendung der Sternsinger und Vorstellung des diesjährigen Schwerpunktthemas

Sammlungen:

Deidesheim:Freitag 09.01.2026, Samstag 10.01.2026 und Sonntag 11.01.2026
Forst:Samstag 10.01.2026
Meckenheim:Samstag 10.01.2026
Niederkirchen:Samstag 10.01.2026
Ruppertsberg:Samstag 03.01.2026 und Sonntag 04.01.2026

.

Information über die diesjährige Aktion

Der Film zur diesjährigen Aktion

So wirkt die Sternsingeraktion

Im Jahr 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention. Die verpflichtenden Grundrechte gelten für alle Kinder weltweit. Alle Unterzeichnerstaaten sind dazu verpflichtet, diese Grundrechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu achten, zu schützen und einzuhalten. In den vergangenen 35 Jahren hat sich weltweit schon viel getan: Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren ist um etwa die Hälfte zurückgegangen, ebenso der Anteil unterernährter Kinder. Mehr Kinder als je zuvor gehen in die Schule. Die Kinderarbeit verringerte sich um etwa ein Drittel. Dennoch ist die Not von Millionen Kindern weiterhin groß: 250 Millionen Kinder, vor allem Mädchen, gehen nicht zur Schule. 160 Millionen Kinder müssen arbeiten, rund die Hälfte unter ausbeuterischen Bedingungen. Jedes vierte Kind weltweit ist unterernährt. Mehr als 43 Millionen Kinder und Jugendliche sind auf der Flucht. Die Rechte von Kindern müssen also weiterhin gestärkt und ihre Umsetzung muss weiter vorangetrieben werden. Denn „jeder Mensch hat das Recht, in Würde zuleben und sich voll zu entwickeln, und kein Land kann dieses Grundrecht verweigern“ (Papst Franziskus in der Enzyklika „Fratelli tutti“). So stehen das Wohl und die Würde jedes Kindes als Ebenbild Gottes auch im Mittelpunkt der Bildungs- und Projektarbeit der Aktion Dreikönigssingen.

Einsatz der Sternsinger-Partner

Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Die Partnerinnen und Partner helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss z.B. an Abendschulen zu machen. Sie sensibilisieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen. 

Beispielprojekte in Bangladesch

Etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner von Bangladesch lebt in Armut. Um zum Familien- 
unterhalt beizutragen, brechen viele Kinder die Grundschule ab und gehen arbeiten. Trotz Fortschritten im Kampf gegen  
die Kinderarbeit arbeiten in Bangladesch noch rund 1,8 Millionen Kinder, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen  
und gefährlichen Bedingungen. Zwei Projekte in Bangladesch zeigen, wie das Engagement der Sternsingerinnen und Stern-
singer dazu beiträgt, Kinderarbeit zu bekämpfen: Die Caritas Bangladesch bildet Kinder und Jugendliche armer und benach-
teiligter indigener Bevölkerungsgruppen aus. Sie sensibilisiert Eltern für das Recht auf Bildung und vermittelt ihnen, dass  
der Schulbesuch ihren Kindern bessere Zukunftschancen bietet. Die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) befreit  
in der Region Jessore in Westbangladesch Kinder und Jugendliche aus gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnissen.  
Das ARKTF-Team unterstützt die (Wieder-)Einschulung oder Ausbildung der jungen Menschen. Außerdem sensibilisiert  
der Projektpartner Kinder, Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeitende für die Kinderrechte.

Sternsingen für die Kinderrechte auf Schutz und Bildung

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 bringt den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Die Bildungsmaterialien zur Aktion beleuchten weltweite Ursachen von Kinderarbeit und zeigen, dass Christen den Auftrag haben, eine gerechte Welt zu gestalten. So ermutigt die Aktion Dreikönigssingen 2026 Kinder und Erwachsene in Deutschland, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen – im eigenen Umfeld, beim eigenen Konsum und durch den Einsatz beim Sternsingen.

Jedes Jahr stehen ein Thema und Beispielprojekte aus einer Region exemplarisch im Mittelpunkt der Aktion Dreikönigssingen.  
Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern weltweit.

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  • Sie können hier weitere Informationen und Materialien zu der Aktion herunterladen.

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finden Sie auf folgender Internetseite: www.pfarrei-deidesheim.de

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