Bobenheim-Roxheim
Pfarrei Hl. Petrus

Montag, 01. Dezember 2025

Grußworte Dezember 2025

Geleitwort zu Advent und Weihnachten

Alljährlich feiern wir die Erinnerung an die Geburt Jesu an Weihnachten und bereiten uns in der Adventszeit auf dieses große Fest vor. Diese Zeit des Wartens hat heute viel von ihrer ursächlichen Bedeutung verloren, sie ist für viele Menschen eine besonders hektische Zeit geworden. Und das Warten wird oft zu einer Erwartungshaltung, die sich auf Äußerlichkeiten und Geschenke beschränkt.

Die Adventszeit ist aber auch eine Erinnerung an das Warten des jüdischen Volkes auf den verheißenen Messias. Besonders beim Propheten Jesaja lesen wir immer wieder davon. Die Sehnsucht nach dem Messias besingen wir in vielen unserer adventlichen Liedern. Und Sehnsucht nach einer heilen und friedvollen Welt ist so aktuell wie eh und je.

Wir warten, wir hoffen, wir sehnen uns … - Aber worauf und wonach?

Viele unserer Wünsche erfüllen sich nicht. Manches Tun scheint vergeblich zu sein. Wir sehen oft nur Dunkel um uns herum. Und doch hoffen, warten und sehnen wir uns. Trotz Gewalt und Unrecht, trotz Krieg und Elend hoffen und glauben wir weiter an einen Sinn, eine Zukunft, an ein Licht. Neben den vielen namenlosen Menschen, die seit vielen Generationen auf den Messias warten, werden im Lukas-Evangelium zwei namentlich genannt: Simeon und Hanna. Beide sind schon alt. Und sie treten erst nach der Geburt Jesu in Erscheinung, als die Eltern nach 40 Tagen in den Tempel kommen, um die vorgeschriebenen Rituale zu erfüllen. (zum Nachlesen: Lk 2, 22-32, 36-38)

Diese beiden alten Menschen (Simeon und Hanna) gehören zu den ersten, die die Verheißung Gottes im Kind Jesus erkennen und bezeugen. Sie haben ihr Leben lang gewartet und sind genau im richtigen Moment im Tempel. Ihre Hoffnung, ihre Sehnsucht wird jetzt am Lebensende erfüllt. Simeon und Hanna sind prophetische Menschen. Sie teilen ihre Erkenntnis mit. Was können wir von ihnen lernen? Achtsam sein; die eigene Sehnsucht spüren; wahrnehmen, was wichtig ist; mutig über den Glauben sprechen. So bleibt für uns zu fragen, und dazu lade ich sie alle ein:

Was erwartest du persönlich von diesen Tagen des Advents: in deinem Herzen, in deinen Gedanken und Fragen nach Gott?
Was ersehnst du in deinem Innersten in diesem Advent: für deine Pläne und Vorhaben, für dein Suchen nach Gott?
Was versprichst du dir in deiner Seele: von diesen Wochen des Advents; für deinen Glauben an Gott?
Was erbittest du dir an Trost und Hilfe an diesem heutigen Tag, an den Tagen des Advents und über Weihnachten hinaus von deinem Gott?

Worauf warten wir?
Worauf warten wir?
Jahr um Jahr. Tag um Tag.
Heute. Jetzt.
Oder warten wir auf nichts?
Kennen wir den, der kommen wird
oder den, der wiederkommt
oder den, der immer da war?
Oder wartet er auf uns?

Ich habe auf das Licht gewartet
aber vielleicht ist das Warten schon das Licht.
Ich habe auf die Erfüllung gewartet
aber vielleicht ist die Sehnsucht schon die Erfüllung.
Ich habe auf die Freude gewartet
aber vielleicht waren die Tränen schon Zeichen des Lebens.
Ich habe auf Gott gewartet
und ein Kind kommt zur Welt.

Das Warten fällt uns allerdings oft schwer. Die eigene Ungeduld und die Schnelllebigkeit unserer Zeit machen es uns nicht leicht. Wir müssen lernen, in unserem Leben das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, damit wir bereit werden für das kommende Fest. Möge ER uns einen langen Atem in dieser Zeit schenken. Mögen wir die Ruhe finden, die wir brauchen, um IHM zu begegnen, damit wir nicht vergeblich warten auf den, der immer wieder zu uns kommen will.
„Guter Gott, lass den Tau des Gerechten auf uns herabkommen, damit unsere Hoffnungen wachsen und unser müder Glaube sich erfrischen kann. Schenke uns das Vertrauen, dass ER wirklich kommt – zu uns.“

Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen eine gesegnete, erfüllende und erfüllte Zeit des Advents, die über Weihnachten und das Neue Jahr hinüberreicht.
Ihr
Pfarrer Michael Baldauf

 

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